Fingerübungen

Durch meine berufliche Ausbildung zur Layouterin und meine Arbeit als Mediendesignerin hatte ich recht früh Kontakt zum Künstlerischen.

Im Jahr 2002 besuchte ich das Atelier der Bildhauerin Regina Bartholme und es war um mich geschehen. Ich besorgte mir kurzerhand Werkzeuge und vor allem Bäume. In meiner Garage legte ich los, um sie mit der elektrischen Kettensäge in Formen zu bringen. Im Jahr 2004 fand meine erste künstlerische Ausstellung mit enormer Resonanz bei mir am Haus statt.

Ab 2006 absolvierte ich dann in der Bildhauerhalle Bonn-Beul eine umfassende Ausbildung zur Bildhauerin. Parallel konnte ich in meinem Moerser Atelier meiner Leidenschaft nachgehen. Bis 2011 besuchte ich immer wieder verschiedene Bildhauerschulen, unter anderem auch die Alanus Kunsthochschule zu einer dreijährigen Ausbildung.

Die Zeit des Lockdowns nutzte ich, um mich wieder der Acrylmalerei und der Zeichnung zuzuwenden. Ein inneres Archiv war vorhanden, nur wollte ich jetzt, wie damals in der bildhauerischen Arbeit, meine Intuitionen, Sinneseindrücke, Vermutungen und Gedanken malerisch ausdrücken. Meine Serienarbeiten im A4-Format spiegeln diese speziellen Stimmungen und bieten dem Betrachter die Möglichkeit daran teilzuhaben.

Inspiriert, mal wieder einen Bleistift in die Hand zu nehmen, interessierte mich am Anfang aber auch die Darstellung von Menschen, denen ich meine eigene Handschrift aufbringen konnte. Daneben gilt meine Aufmerksamkeit speziell Farbkompositionen und sogenannten Monotypien.

Meine malerischen Arbeiten sind Fingerübungen und gleichzeitig Katalysatoren, die mir sehr viel Freude bereiten.

 


Ausstellungsort:      Abt. Rehazentrum, 1.OG

 

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